top of page

So entstehen professionelle Mitarbeiterporträts bei mir

Ein strukturierter Prozess zwischen Vorbereitung, Vertrauen und klarer Bildsprache


Fotoshooting für Mitarbeiterporträts mit Studiolicht, Reflektor und direkt angebundener Kamera am Laptop in einer Büro-Location.

Mitarbeiterporträts entstehen nicht erst vor der Kamera. Sie beginnen lange vorher.


Bevor ich überhaupt Technik einpacke oder ein Licht aufstelle, steht immer der Austausch mit dem Kunden. Wofür sollen die Fotos verwendet werden. Website, LinkedIn, Presse, interne Kommunikation oder alles zusammen. Hochformat, Querformat oder quadratisch. Soll es eher neutral und klassisch sein oder moderner und etwas freier. Heller, minimalistischer Look oder ein dunklerer Hintergrund mit mehr Tiefe.


Diese Fragen sind entscheidend, weil sie den gesamten Look bestimmen. Erst wenn klar ist, wohin die Reise geht, lässt sich entscheiden, ob wir mit reinen Headshot-Porträts arbeiten oder auch Ganzkörperaufnahmen im Business-Umfeld umsetzen. Ob ein neutraler Fotohintergrund sinnvoll ist oder ein vorhandener Hintergrund vor Ort, der vielleicht Farben, Strukturen oder sogar das Unternehmenslogo subtil aufgreift und so Wiedererkennungswert schafft.



Auf dieser Basis plane ich die Lichtsetzung. Je nach Stil und Umgebung entscheide ich mich für eine klassische Butterfly-Beleuchtung, ein Hauptlicht mit Bounce, ein zusätzliches Haarlicht oder eine bewusst reduzierte Lösung. Das bestimmt auch, welche Technik ich mitbringe. Ziel ist immer ein konsistenter Look, der zu Unternehmen und Menschen passt und nicht nach Zufall aussieht.

Ein wichtiger Teil dieses Prozesses ist der Leitfaden, den der Kunde vorab von mir bekommt. Er richtet sich nicht an die Marketingabteilung, sondern an die Mitarbeitenden selbst. Viele Menschen stehen nicht regelmäßig vor der Kamera und sind unsicher. Der Leitfaden erklärt deshalb kurz und entspannt, was fotografiert wird, wie der Ablauf aussieht und dass niemand posen oder etwas Besonderes können muss. Diese Vorbereitung nimmt enorm viel Druck raus, noch bevor der erste Auslöser gedrückt wird.


Am Shootingtag selbst geht es mir vor allem darum, Ruhe reinzubringen. Vor Ort habe ich immer einen Spiegel dabei, damit sich jede Person noch einmal kurz anschauen kann. Sitzt alles, sind die Haare in Ordnung, ist der Kragen glatt. Es sind Kleinigkeiten, aber sie geben Sicherheit.

Bevor wir fotografieren, rede ich ein paar Sätze mit der Person. Kein Smalltalk um des Smalltalks willen, sondern ein kurzes Ankommen. In diesen Momenten merke ich sehr schnell, wie jemand dem Fotografieren gegenüber eingestellt ist. Manche sind offen und entspannt, andere eher skeptisch oder angespannt. Darauf stelle ich mich ein. Manche brauchen etwas mehr Zeit, andere sind nach dem ersten Bild zufrieden.


Damit niemand überlegen muss, wie er stehen soll, arbeite ich mit Markierungen auf dem Boden. Kleine Tape-Marker zeigen den Winkel, meist etwa vierzig Grad nach links oder rechts, je nachdem, welche Seite sich besser anfühlt. Die sogenannte Schokoladenseite darf jede Person selbst wählen. Der Kopf bleibt gerade zur Kamera, der Körper leicht gedreht. Das wirkt natürlicher und gibt dem Bild mehr Tiefe.



Ich plane pro Person in der Regel zehn bis fünfzehn Minuten ein. Das ist für mich ein realistischer Rahmen, um gute, entspannte Bilder zu machen. Bei sehr vielen Mitarbeitenden kann es auch einmal auf fünf bis zehn Minuten reduziert werden, aber das ist das absolute Minimum. Wichtig ist, dass niemand das Gefühl hat, abgefertigt zu werden.


Die Kamera ist während des Shootings direkt mit dem Computer verbunden. Die Fotos erscheinen sofort auf dem Bildschirm. Gemeinsam schauen wir sie durch und wählen das beste Bild aus. Manche entscheiden sich sofort, andere möchten vergleichen. Beides ist vollkommen in Ordnung. Ich notiere mir direkt den Dateinamen, damit klar ist, welches Bild später bearbeitet wird. Parallel arbeite ich mit einem Zeitplan, in dem die Namen und Slots festgehalten sind. Das sorgt für Struktur und einen reibungslosen Ablauf.


Nach dem Shooting beginnt die Nachbearbeitung. Alle ausgewählten Bilder bekommen eine dezente Beauty-Retusche. Fusseln werden entfernt, Spiegelungen in Brillen korrigiert, Hautunreinheiten oder abstehende Haare retuschiert. Es geht dabei nicht um Verfremdung. Gesichter werden nicht schmaler gemacht und niemand wird glattgezogen. Ziel ist ein gepflegtes, professionelles Erscheinungsbild, das die Person so zeigt, wie sie ist.


Anschließend werden alle Bilder farblich angepasst, aufeinander abgestimmt und so zugeschnitten, dass die Köpfe auf allen Fotos gleich groß sind. Je nach Wunsch des Kunden entstehen Versionen im quadratischen Format, im Hochformat oder im Querformat. Am Ende stelle ich die Bilder hochauflösend in einer Online-Galerie zur Verfügung, ergänzt durch eine kleinere Web-Version für digitale Anwendungen.


So entstehen bei mir Mitarbeiterporträts. Mit Vorbereitung, mit Struktur und mit dem Bewusstsein, dass gute Bilder vor allem dann entstehen, wenn sich Menschen sicher fühlen. Mein Anspruch ist es, diesen Rahmen zu schaffen. Der Rest ergibt sich daraus.

 
 
 

Kommentare


bottom of page